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Wiederholte Fehlgeburten: Wie lässt sich das Risiko einer erneuten Fehlgeburt reduzieren?

Eine Fehlgeburt ist ein einschneidendes Erlebnis, das bei vielen Frauen und Paaren Trauer, Unsicherheit und Ängste auslöst. Besonders belastend wird es, wenn Fehlgeburten nicht einmalig bleiben, sondern sich wiederholen. Doch trotz wiederholter Fehlgeburten (wiederholte Fehlgeburten) ist es in vielen Fällen möglich, eine gesunde Schwangerschaft zu erreichen. Entscheidend ist es, die Ursachen frühzeitig abzuklären und gezielte Maßnahmen zu ergreifen, um das Risiko eines erneuten Schwangerschaftsverlustes zu minimieren.

Was gilt als wiederholte Fehlgeburt?

Medizinisch spricht man von wiederholten Fehlgeburten (recurrent pregnancy loss), wenn eine Frau zwei oder mehr Schwangerschaften vor der 20. Woche verliert. Die meisten Fehlgeburten ereignen sich im ersten Trimester, meist vor der 12. Schwangerschaftswoche. Unterschieden wird dabei zwischen:

  • Biochemischer Fehlgeburt (vor Sichtbarkeit der Fruchtblase im Ultraschall),

  • Früher Fehlgeburt (vor der 10. Schwangerschaftswoche),

  • Später Fehlgeburt (zwischen Woche 11 und 20),

  • Frühgeburt (nach der 20. Woche, aber vor der 37. Woche).

Etwa 20–25 % aller Schwangerschaften enden spontan, oft ohne erkennbare Ursache. Doch bei wiederholtem Auftreten steigt das Risiko: Nach zwei Fehlgeburten liegt die Wahrscheinlichkeit einer dritten bei bis zu 30 %. Eine frühzeitige Diagnostik kann helfen, dieses Risiko zu senken.

Ursachen für wiederholte Fehlgeburten

Es gibt zahlreiche mögliche Fehlgeburt Ursachen, die sowohl körperlich als auch genetisch oder hormonell bedingt sein können. Eine gezielte Diagnostik hilft dabei, individuelle Risikofaktoren zu identifizieren und geeignete Behandlungen einzuleiten.

1. Genetische und chromosomale Veränderungen

Eine häufige Ursache sind chromosomale Fehlverteilungen beim Embryo, bedingt durch das Alter der Mutter oder die Qualität der Spermien. Studien weisen auch auf einen möglichen Zusammenhang zwischen Alter des Vaters und Fehlgeburten hin.

In speziellen Fällen kann eine genetische Präimplantationsdiagnostik (z. B. PGT-A) helfen, chromosomale Auffälligkeiten zu erkennen und Embryonen mit hoher Einnistungschance auszuwählen – insbesondere bei IVF-Behandlungen im Ausland.

Auch eine genetische Inkompatibilität zwischen den Partnern, z. B. durch eine KIR-HLA-C-Inkompatibilität, kann zu wiederholten Fehlgeburten führen. Ein entsprechender Test liefert Aufschluss über das Immunprofil und mögliche Behandlungsansätze.

2. Gerinnungsstörungen bei der Mutter

Gerinnungsstörungen wie das Antiphospholipid-Syndrom können die Durchblutung der Plazenta stören und zu einem Abort führen. Wird dies frühzeitig erkannt, kann eine medikamentöse Behandlung mit Heparin oder ASS helfen, das Abortrisiko deutlich zu senken.

3. Infektionen im ersten Trimester

Infektionen wie Toxoplasmose, Cytomegalie oder Röteln können das ungeborene Kind stark gefährden. Eine serologische Untersuchung bereits vor oder zu Beginn der Schwangerschaft ist sinnvoll, um gegebenenfalls eine Therapie einzuleiten.

4. Anatomische Ursachen und Gebärmutterveränderungen

Fehlbildungen der Gebärmutter, Myome, Polypen oder eine Zervixinsuffizienz können eine gesunde Einnistung und Entwicklung des Embryos beeinträchtigen. Eine genaue Ultraschalluntersuchung oder Hysteroskopie liefert oft schnell Klarheit.

Ein zusätzlicher Test wie die Analyse der endometrialen Rezeptivität kann sinnvoll sein, um den idealen Zeitpunkt für den Embryotransfer bei IVF zu bestimmen.

5. Weitere Risikofaktoren

Auch der Lebensstil spielt eine Rolle: Übergewicht, Bluthochdruck, Diabetes und Rauchen gelten als beeinflussbare Risikofaktoren. Zudem bergen Mehrlingsschwangerschaften ein erhöhtes Abortrisiko.

Schwangerschaft nach Fehlgeburt: Was kann helfen?

In rund der Hälfte aller Fälle bleiben die Ursachen für wiederholte Fehlgeburten unklar – trotz umfassender Diagnostik. Viele Frauen fragen sich dann, ob psychischer Stress, emotionale Belastungen oder Lebensgewohnheiten einen Einfluss haben.

Auch wenn wissenschaftlich kein eindeutiger Zusammenhang bewiesen ist, raten Expert:innen zu einem gesunden Lebensstil:

  • Ausgewogene Ernährung

  • Verzicht auf Alkohol und Nikotin

  • Stressreduktion

  • Regelmäßige Bewegung

  • Ausreichender Schlaf

Diese Faktoren unterstützen nicht nur die Fruchtbarkeit, sondern auch den Schwangerschaftsverlauf.

Fazit: Mit gezielter Diagnostik zur erfolgreichen Schwangerschaft

Wiederholte Fehlgeburten bedeuten nicht das Ende des Kinderwunschs. Mit einer frühzeitigen, individuellen Diagnostik und gezielter Behandlung lassen sich viele Ursachen beheben – oder zumindest die Wahrscheinlichkeit einer erfolgreichen Schwangerschaft erhöhen.

Ein vertrauensvoller, ganzheitlicher Ansatz, der körperliche, genetische und psychologische Faktoren berücksichtigt, kann den Weg zum Wunschkind ebnen. Wer zwei oder mehr Fehlgeburten erlebt hat, sollte sich nicht scheuen, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Deine Expertin zum Thema Kinderwunsch

Kinderwunsch mit Karol

Herzlich willkommen, ich bin Karol! Seit fast 8 Jahren widme ich mich mit Herz und Seele der Begleitung von Frauen und Paaren mit Kinderwunsch. In dieser Zeit durfte ich über 2.000 Menschen dabei unterstützen, ihren Traum von einem Kind zu verwirklichen.

Ich verstehe die emotionalen Höhen und Tiefen, die der Kinderwunsch mit sich bringt. Deshalb biete ich dir nicht nur meine Expertise, sondern vor allem viel Empathie, Verständnis und eine individuelle Betreuung, die genau auf deine Bedürfnisse abgestimmt ist.